Wir moechten euch von einer Bucht erzaehlen, die wir als vielleicht die schoenste, die wir je gesehen haben bezeichnen moechten.
Dort ist der Strand mit einer dicken Schicht fein abgeschliffener runder Steine uebersaet, nur hin und wieder unterbrochen von wunderschoenem hoelzernen Treibgut, das dort wie in einer Kunstausstellung rumliegt. Das Beste aber sind die Wellen, die dort so spektakulaer branden, wie wir es noch nie gesehen haben. Man kann fast bis zu der Stelle ins Wasser gehen, wo sie oft einen halben Meter hoch brechen. Jede zehnte Welle aber baeumt sich vor dir ploetzlich ca. zweieinhalb Meter hoch auf und wird nur durch das zuruecklaufende Wasser eingebremst und von dir zurueckgehalten...meistens zumindest :-)
Neben der Schoenheit des Strandes faszinierte uns sehr, und das wird uns auf unserer Reise immer mehr und oefter bewusst, dass man die Natur nicht baendigen kann. Ob es sturmflutartiger Regen, drueckende Gletschermassen oder landveraendernde Erdbeben sind, ob es "umwerfender" Wind, zerstoererisches Feuer oder Sandfliegen-Angriffe sind, gegen die sich damals sogar Cook nicht wehren konnte, immer wieder muss der Mensch zugeben, am Ende seines Einflusses, also machtlos zu sein.
Seit unserem letzten Post trafen wir auf einige dieser Phaenomene. Wir haben viel Weg hinter uns. Am Franz-Josef Gletscher vorbei immer weiter an der Kueste entlang und ueber den Haast Pass in die neuseelaendischen Alpen. Den Weg entlang des Milford Sound Drives vom Regen fast von der Strasse gespuelt worden und nun der Sudkueste folgend nach Dunedin, wo eine Freundin auf uns wartet, die verrueckt genug ist, einmal um den halben Erdball zu fliegen, um uns sechs Wochen zu begleiten. Wir freuen uns sehr darauf!